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Warum du im Einzelsport ein Gegnerbuch führen solltest

3 Min. Lesezeit

Wenn du in einem Einzelsport antrittst – Fechten, Tischtennis, Judo, Badminton, Boxen –, kennst du eine Tatsache vermutlich längst, ohne je Konsequenzen daraus gezogen zu haben: Du begegnest immer wieder denselben Leuten.

Regionale Turnierszenen sind klein. Nationale sind kleiner, als sie aussehen. Wer dich im März aus dem Turnier geworfen hat, steht dir im Oktober wieder gegenüber. Und in diesem Moment gilt eins von beidem: Du weißt noch, was beim letzten Mal passiert ist – oder du weißt es nicht.

Das Gedächtnis ist ein schlechter Trainingspartner

Frag dich ehrlich, was von einem Match vor acht Monaten übrig ist. Das Ergebnis, wahrscheinlich. Das Gefühl, ganz sicher. Aber der brauchbare Teil – der eine Angriff, der immer wieder saß, der Moment, in dem du sie zu spät durchschaut hast, die Umstellung, die du dir fest vorgenommen hattest – der zerfällt innerhalb von Tagen.

Trainer wissen das seit jeher. Im Boxen führt die Ecke Bücher über Gegner. Tischtennis-Nationalteams pflegen Videoarchive. Fechttrainer flüstern zwischen zwei Gefechten: „Sie eröffnet jedes Mal mit einem Flick zum Handgelenk.“ Das Informationsspiel war immer Teil des Sports – nur wird es auf Amateur- und Vereinsebene komplett aus dem Gedächtnis gespielt. Also schlecht.

Das Gegnerbuch ist der günstigste Vorteil, den es gibt

Ein Gegnerbuch ist genau das, wonach es klingt: eine Seite pro Gegner, ergänzt nach jeder Begegnung. Der Eintrag muss nicht lang sein. Drei Fragen genügen:

  • Was hat funktioniert? Nicht die ganze Geschichte – die zwei, drei Dinge, die du wieder machen würdest.
  • Was nicht? Das, was du dreimal versucht hast und worauf sie jedes Mal eine Antwort hatte.
  • Was will ich mir fürs nächste Mal merken? Ein Satz an dein zukünftiges Ich – so geschrieben, wie du ihn zwei Minuten vor dem Gefecht lesen willst.

Dreißig Sekunden Schreiben, solange das Match frisch ist. Das ist die ganze Gewohnheit. Über eine Saison summiert sie sich zu etwas, das kein Talent der Welt ersetzt: einem privaten Scouting-Buch über dein gesamtes Teilnehmerfeld, geschrieben vom einzigen Scout, der jedes deiner Matches sieht – dir selbst.

Das Buch handelt auch von dir

Und hier kommt der Teil, den die meisten übersehen: Nach zwanzig Einträgen erzählt das Muster im Buch nicht mehr nur etwas über deine Gegner. Lies deine eigene Spalte „Was nicht funktioniert hat“ und sieh zu, wie derselbe Satz neben verschiedenen Namen auftaucht. Das ist keine Information über sie. Das ist Information über dich – die ehrliche Sorte, zu langsam angesammelt, als dass sich alles auf einen einzelnen schlechten Tag schieben ließe.

Zweimal auf denselben Trick hereinzufallen ist Pech. Ihn fünfmal in der eigenen Handschrift notiert zu sehen, ist ein Trainingsplan.

Papier funktioniert. Ein eigenes Werkzeug funktioniert besser.

Ein Notizheft aus Papier ist ein guter Anfang, und viele Athleten sind so gestartet. Seine Grenzen zeigen sich schnell: Du kannst es nicht durchsuchen, du kannst den Videoclip nicht anhängen, und es ist nicht dabei, wenn die Vorrunden aushängen und du plötzlich in zehn Minuten alles brauchst, was du über drei Namen weißt.

Wir haben OpponentBook gebaut, weil wir genau dieses Notizbuch wollten – nur richtig geführt: eine Seite pro Gegner, Pins auf einem echten Schema der Bahn, des Tischs oder der Matte, deine Fotos und Clips gleich daneben, synchron auf allen Geräten. Gespeichert in deinem eigenen Cloud-Speicher, wo niemand sonst – auch wir nicht – mitlesen kann. Das ganze Journal ist kostenlos, für immer.

Aber ganz ehrlich: Fang heute Abend an, mit oder ohne App. Beantworte die drei Fragen zu deinem letzten Gegner. Dein Oktober-Ich wird es dir danken.

Führ dein eigenes Buch

OpponentBook ist für immer kostenlos – in deinem eigenen Speicher.

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